Die Arbeiten an der Grün- und Freizeitanlage, einem der großen Bauprojekte in der Sozialen Stadt Lindleinsmühle, wurden abgeschlossen. Mit der neuen Grünfläche soll die Freizeit- und Erholungsqualität im Bereich der Neumühle gestärkt werden. Die Anlage umfasst nicht nur einen attraktiven Spiel- und Aufenthaltsbereich, sondern auch einen Parkour-Bereich. Diesen Wunsch brachten Jugendliche im Rahmen des Projektes „Stadtteil-Checker“ des Stadtjugendrings sowie der Bürgerwerkstätten ein.


Für jede Altersgruppe ist etwas dabei
In einer separaten Fläche befinden sich drei Fitnessgeräte, die unterschiedliche Altersgruppen nutzen können. Den Impuls für dieses generationsübergreifende Angebot gab der in der Sozialen Stadt sehr aktive Arbeitskreis Senioren in der Lindleinsmühle.
In der allgemeinen Grünanlage stehen weitere Spiel- und Sportgeräte. Das Auffälligste ist die Spielkombination für Kinder mit verschiedenen Aufstiegs- und Unterschlupfmöglichkeiten sowie einer Rutsche. Die Doppelschaukel mit Kleinkindersitz und die Poller zum Anbringen einer Slackline ergänzen das Angebot.
Der bereits bestehende Bolzplatz bleibt erhalten. Bänke und Einzelsitze entlang des um die Anlage führenden Weges und zwei drehbare Liegen auf dem Rasen laden zum Verweilen ein. Der vorhandene Gehölzgürtel dient als grüne Pufferzone zur angrenzenden Wohnbebauung und wurde bis auf zwei Bäume erhalten. Im Gegenzug ergänzen sieben Neupflanzungen die Bestandsbäume zu lockeren Gruppen. Der Bewuchs am Eingangsbereich wurde zur besseren Sichtbarkeit des Radverkehrs großzügig ausgedünnt.

Ein Projekt mit langem Vorlauf
Im Januar 2018 stellte das Team der Sozialen Stadt zusammen mit dem Gartenamt beim Neujahrempfang in der Neumühle der Bevölkerung erstmals die Idee vor. Der Stadtrat beschloss dann im Oktober 2018 den durch ein Planungsbüro vorgelegten Entwurf für die Gesamtanlage. Im Mai 2019 stimmte schließlich die Regierung von Unterfranken dem Bau der Anlage zu. Daraufhin wurden im Juli 2019 die Pläne bei einer weiteren Bürgerveranstaltung vorgestellt. Die Kosten für die geförderte Gesamtmaßnahme betragen ca. 770.000 €.
Der bestehende Zugang im Westen wurde barrierefrei ausgestaltet. Grundgerüst der Anlage ist ein geschwungener Rundweg. Er teilt die Anlage in verschiedene Bereiche ein: Die Parkouranlage, die generationsübergreifenden Fitnessgeräte und die allgemeine Grünanlage mit multifunktionaler Nutzung. Im Eingangsbereich sind Abstellplätze für Fahrräder vorgesehen. Außerdem steht dort künftig von Frühjahr bis Herbst eine barrierefreie mobile Toilettenkabine.
Im Parkour-Bereich sorgt ein Fallschutzbelag für die sichere Ausübung des Parkour-Sports. Die Anordnung der verschiedenen Stangen- und Wandelemente aus Beton und Stahl wurde mit den Würzburger Parkour-Sportlern abgestimmt. Sie waren aktiv beteiligt und eng in den Planungsprozess eingebunden. Denn sie konnten die Zusammenstellung der Parkour-Elemente am besten beurteilen.


Eine gemeinsame Anstrengung
Das Projekt ist ein gutes Beispiel für die konstruktive Zusammenarbeit der Fachbereiche Stadtplanung, Jugend und Familie, des Gartenamtes, des Quartiersmanagements, des Stadtjugendrings sowie engagierter Bürger. Zunächst werden allerdings nur der Parkour-Bereich und die generationsübergreifenden Fitnessgeräte nutzbar sein. Alle anderen Flächen bleiben gesperrt, bis der Rasen dicht genug gewachsen ist (vermutlich Mitte 2021). Das nach Fertigstellung der Anlage geplante Eröffnungsfest muss wegen der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben werden.